Die Geschichte von VEKiB

Am 1. Januar 2003 nimmt der neu gegründete Verband Evangelischer Kindertagesstätten im Kirchenkreis Barmen seine Arbeit auf. In dem Verband sind 19 Tageseinrichtungen für Kinder mit insgesamt 130 Mitarbeitenden und 1100 Plätzen für Kinder organisiert.

Bisher lag die Trägerschaft aller Kindertageseinrichtungen in Barmen bei den einzelnen Kirchengemeinden. Die rückläufigen Finanzen brachten Einzelgemeinden immer stärker unter Druck, Teile der Arbeit einzuschränken oder sogar aufzugeben. Die Schließung von Tageseinrichtungen schien unumgänglich. Auf diesem Hintergrund entstand die Idee, die Arbeit der Kindertageseinrichtungen in einem Verband zu organisieren. Kindergartenarbeit hat für die evangelische Kirche in Barmen hohe Priorität. Wir werden uns zukünftig gemeinsam um die Absicherung dieser Arbeit in Barmen bemühen. Ziel ist es, trotz sinkender Finanzkraft der evangelischen Kirche in Barmen dennoch gemeindeübergreifend sicherzustellen, dass auch zukünftig wohnortnah evangelische Kindertagesstätten vorgehalten werden, so Manfred Rekowski, Superintendent im Kirchenkreis Barmen.

Eine Kostensenkung erwarten die im Verband zusammengeschlossenen Gemeinden sowohl durch die Bündelung der Vergabe von Dienstleistungen als auch durch den gemeinsamen Materialeinkauf.

Darüber hinaus schafft eine gemeindeübergreifende vorausschauende Personalplanung für die 130 Mitarbeitenden des Verbandes eine höhere Arbeitsplatzsicherheit, so die Fachberaterin des Kirchenkreises, Christine Burmeister.
Keineswegs nur als positiven Nebeneffekt beurteilt der Vorsitzende des Verbandes, Pfarrer Thomas Kroemer aus der Kirchengemeinde Wichlinghausen, die Entlastung der Presbyterien der Gemeinden. Unsere Presbyterien werden zusehends mit rechtlichen, baulichen und finanziellen Kindergartenfragen konfrontiert, hinzu kommen die ständig wechselnden rechtlichen Rahmenbedingungen. Es ist unmöglich, dass alle Presbyter hier den notwendigen sachkompetenten Überblick behalten. Im Verband beschäftigt sich ein kleiner Vorstand intensiv mit diesen Fragen. Hier können wir zeitnah Herausforderungen begegnen und sehr zügig notwendige Entscheidungen herbeiführen.

VEKiB wird die Interessen evangelischer Kindertagesstätten gegenüber der Kommune kooperativ und offensiv vertreten. Die einzelnen Gemeinden behalten auch in Zukunft die Verantwortung für die inhaltliche Arbeit der Einrichtungen. Auch bleibt die Einbindung der Kindergartenarbeit in die Gemeindekonzeptionen gewahrt.
Die notwendigen Umstrukturierungsmaßnahmen bei der Bildung von VEKiB wird vom Gesamtverband der Kirchengemeinden im Kirchenkreis Barmen mit einer Anschubfinanzierung unterstützt.

Eine erste erfreuliche Auswirkung hat die Verbandsgründung auf den Kindergarten der Kirchengemeinde Laaken. Die Gemeinde gehört zu den kleinsten Einheiten in Barmen, sie hat nur eine halbe Pfarrstelle. Der Kindergarten hätte geschlossen werden müssen. Dadurch hätte auch der Stadtteil Laaken, am Stadtrand gelegen, einen wichtige Einrichtung verloren. Durch die Mitgliedschaft im Verband und den solidarischen Einsatz von Finanzmitteln wird der Kindergartenarbeit in Laaken erhalten.