Schritt für Schritt hin zum Glauben

Elberfelder Erziehungsverein (EEV)

Hinter diesem archaischen Begriff, der bei vielen Lesern doch manchmal unbewusst die Assoziation von Rohrstock, gestärkter Schürze und gewachstem Linoleumboden hervorruft, steht einer der größten evangelischen Träger von Tageseinrichtungen für Kinder im Bereich der Ev. Kirche im Rheinland. Seit über 155 Jahren setzt der EEV sich für Kinder und ihre Interessen ein.

Der Verein wurde im November 1849 von Bürgern Elberfelds (heute ein Stadtteil von Wuppertal) gegründet, um die Auswirkungen der herrschenden, politischen und sozialen Situation in Deutschland und vornehmlich in der damaligen Stadt Elberfeld zu mindern. Zunehmende Armut und Verwahrlosung von Kindern zeigte sich als Ergebnis der frühen Industrialisierung.

Fünf Ziele und Inhalte verfolgte anfangs die Gemeinschaft:

  • die Einrichtung evangelischer Sonntagsschulen
  • die Einrichtung von Näh- und Flickstuben
  • die Herausgabe christlicher Jugendzeitschriften
  • die Unterbringung von gefährdeten Kindern in christlichen Familien
  • die Unterhaltung von sog. Kleinkinderschulen

Davon geblieben ist die ständige Weiterentwicklung der Kleinkinderschulen, den heutigen Tageseinrichtungen für Kinder. Alle Aufgaben wurden seinerzeit aus Spenden und Sammlungen finanziert. Auch heute noch ist man auf diese Gaben ganz besonders angewiesen. Mit dem Ersten Reichsjugendwohlfahrtsgesetz im Jahre 1922 erhielt der Verein erstmals in
geringem Umfang sogar öffentliche Mittel. Kleinkinderschulen entwickelten sich in dieser Zeit zu Kindergärten. Diakonissen leiteten als ausgebildete Kindergärtnerinnen die Einrichtungen. In der Zeit zwischen 1933 und 1945 gelang es dem Vorstand ohne Einvernahme durch die Nationalsozialisten, die Einrichtungen für Kinder weiter zu führen.
Einen erheblichen Einschnitt in der Historie des EEV schuf das Inkrafttreten des Ersten Kindergartengesetzes in Nordrhein-Westfalen am 01. Januar 1972.

Erstmals erhielten die Kindergärten einen gesetzlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag. Ein Jahr später übergaben die Ev. Kirchengemeinden im Kirchenkreis Elberfeld ihre sieben restlichen Kindergärten in die Obhut des Vereins. Damit unterstanden alle evangelischen Kindergärten im Kirchenkreis dem EEV, der bis heute stellvertretend für die Ev. Kirchengemeinden die Kindergartenarbeit durchführt.Durch Ersatz- und Neubauten ist die Zahl der Ev. Tageseinrichtungen für Kinder gegenwärtig auf insgesamt 19 angestiegen. Der Verein betreut in 43 Gruppen momentan ca. 979 Kinder. Die Gruppenpalette reicht dabei von der einfachen Regelkindergarten-Gruppe für 3-6 Jährige über Tagesstättengruppen in denen ihnen über Mittag zusätzlich ein warmes Mittagessen gereicht wird, bis zu dem Angebot von Gruppen für Kinder ab 2 Jahren bis zur Einschulung. Diese verantwortliche Aufgabe üben ca. 127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus.

Der Elberfelder Erziehungsverein beschäftigt Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Logopädinnen, Motopädinnen und Wirtschaftskräfte.Geleitet wird der Elberfelder Erziehungsverein von einem engagierten und ehrenamtlichen Vorstand, den die 26 Mitglieder des Elberfelder Erziehungsvereins wählen. Vertreter aus den Ev. Gemeinden des Kirchenkreises Wuppertal (früher Kirchenkreis Elberfeld), des Gesamtverbandes, der Diakonie Wuppertal sowie kooptierte Mitglieder bilden die Mitgliederversammlung, die das oberste Organ des Vereins darstellt.Die laufenden Geschäfte des EEV managt eine zentrale, straffe und kostengünstige Verwaltung. Das Haushaltsvolumen für die Kindergartenarbeit des EEV beträgt z. Zt. über € 5.000.000,-. 
Die dafür notwendigen Mittel werden nach dem Gesetz durch unterschiedliche Finanzierungsquellen aufgebracht:
Die erste Säule bilden die Beiträge der Erziehungsberechtigten. Ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit weisen die Eltern gegenüber der Kommune nach; sie sind verpflichtet, ihre Beiträge direkt auch dorthin zu überweisen. Die zweite und dritte Finanzierungssäule umfassen die Zuschüsse des Landes und die der Kommune. Als letzte Finanzierungsquelle dient der eigene Trägeranteil.Dieses Teilstück muss beim EEV hauptsächlich durch Mittel des Gesamtverbandes der Ev. Kirchengemeinden und aus Spenden aufgebracht werden. Aufgrund ständig sinkender kirchlicher Finanzen stößt die Realisierung der jährlichen Aufbringung dieser Gelder – nicht nur beim EEV –auf immer größer werdende Probleme.

Die vom EEV geführten Ev. Tageseinrichtungen für Kinder zeichnen sich dadurch aus, dass sie Erfahrungs- und Begegnungsräume sind, in denen Kinder und natürlich auch Erwachsene miteinander leben und lernen. Alle Beteiligten legen dabei großen Wert auf ein Zusammensein in gegenseitiger Achtung und Wertschätzung auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes.
Jede Möglichkeit wird genutzt, um mit den Kindern gemeinsam in die Natur herauszugehen. Ihnen wird gezeigt, was Gott geschenkt hat und dass alle Menschen mit dem Gegebenen achtsam und sorgsam umgehen müssen. Jedes Kind wird in seiner Einzigartigkeit gesehen. Jedem werden Raum, Zeit und persönliche Zuwendung geboten, damit es sich zu einer selbstbewussten und verantwortungsvollen Persönlichkeit entwickeln kann.

Die Einrichtungen des EEVs sind Orte, an denen Kinder und Erwachsene mit ihren Fragen nach Sinn und Leben Antworten und Hilfe finden können. Ev. Kindergärten stellen für Kinder, Elternschaft und Kirchengemeinde eine Bereicherung dar. Hier treffen sich täglich auch Gemeindemitglieder, die ansonsten nur wenig oder unregelmäßig in kirchlichen Kreisen auftauchen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Elberfelder Erziehungsvereins führen die Kinder behutsam und schrittweise zum Glauben und zur Gemeinde hin. Gemeindliches Miteinander erlebt man in kindgerechten Gottesdiensten und liebevollen Festen des Kirchenjahres. Der Verein bezieht klare religiöse Positionen und zeigt dabei Offenheit für Kinder und Familien anderer Kulturen und Religionen, wie sie in vielen Stadtteilen von Wuppertal vorzufinden sind.
Was Kinder denken und fühlen, kann jeder erfahren, der Kontakt zur Tageseinrichtung sucht. Hier versammelt sich die Gemeinde von morgen. Nutzen wir die Chance! Wir laden Sie ein, unsere Arbeit kennenzulernen. Seien Sie neugierig, kommen Sie vorbei, fragen Sie! 
Wir freuen uns auf Sie!

Fusion EEV und VeKiB

Zum 01.08.2009 hat sich der vereinsrechtliche Elberfelder Erziehungsverein (EEV) und der verfasst kirchliche Verband Evangelischer Kindertagesstätten in Barmen (VeKiB) zu einem Kindertagesstättenverein zusammengeschlossen.

Der Verein führt den Namen »Evangelischer Kindertagesstättenverein in Wuppertal« (EKV)

 

Verschmelzung EKV 

Anlässlich des Betriebsübertragungsvertrages vom  26.03.2013 hat der EKV sein Vermögen als Ganzes und mit allen Rechten und Pflichten auf die Diakonie Wuppertal-Evangelische Kindertagesstätten gGmbH im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme, übertragen. 

Die gGmbH führt unter dem Dach des Diakonischen Werkes des Kirchkreises Wuppertal die Kindergarten- bzw. Kindertagesstättenarbeit i.S. der Statuten und der Traditionen des EKV fort.

Kontakt zu uns

Diakonie Wuppertal – Evangelische Kindertagesstätten gGmbH (EKita)

Deweerthstraße 117
42107
Telefon 0202 97444-1702
Fax 0202 97444-1709

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